Vorweggenommer Verlustrücktrag

Vorweggenommer Verlustrücktrag

Rückwirkend ab dem 01.01.20 ist der sogenannte vorweggenommene Verlustrücktrag möglich. Verlustrücktrag an sich bedeutet, dass die Verluste eines Jahres mit den Gewinnen des Vorjahres verrechnet werden können. Im Ergebnis werden die Steuern erstattet, die zuvor auf die Gewinne gezahlt wurden. Neu ist, dass dieser Verlustrücktrag vorweggenommen werden kann. Vorweggenommen deshalb, weil Steuerpflichtige nun nicht mehr warten müssen bis das laufende Jahr (also 2020) abläuft und die steuerliche Gewinnermittlung erst danach erfolgen kann. Im ersten Schritt ermöglichte die Finanzverwaltung pauschal 15 % des Vorjahresgewinns als vorläufigen Verlustrücktrag anzusetzen. In der Folge wird die damals auf den Gewinn gezahlte Steuer erstattet und bis zur endgültigen amtlichen Feststellung (durch Abgabe der Steuererklärung) nach Ablauf des laufenden Jahres zinslos gestundet. Mit dem Konjunkturpaket soll nach dem Willen der Bundesregierung de vorweggenommenen Verlustrücktrag auf 30 % des Vorjahresgewinns gesetzlich festgeschrieben werden.