Steuerliche Maßnahmen des „Corona-Konjunkturpakets“

Steuerliche Maßnahmen des „Corona-Konjunkturpakets“

Neben der Umsatzsteuersenkung plant die Bundesregierung folgende Maßnehmen, die in Kraft treten, sofern sie am 29.06.20 in den Parlamenten gesetzlich beschlossen und im Anschluss verkündet werden (vereinfachte Darstellung):
  • Jedem kindergeldberechtigtem Kind soll einmalig ein „Kinderbonus“ von 300 € gezahlt werden.
  • Der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende soll für die Jahre 2020 und 2021 von 1.908 € auf 4.008 € steigen.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag soll für die Jahre 2020 und 2021 von 1 Mio. € (2 Mio. € bei zusammenveranlagten Eheleuten) auf 5 Mio. € (10 Mio. €) steigen.
  • Bei beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens (z.B. Maschinen), die in den Jahren 2020 und/oder 2021 angeschafft werden, soll die Abschreibung in Höhe von 25 % der Anschaffungskosten möglich sein (degressive Abschreibung), höchstens jedoch das 2,5-fache der linearen Abschreibung.
  • Die steuerliche Begünstigung von Privatnutzungen CO2-freier Dienstfahrzeuge soll für Fahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis von bis zu 60.000 €, anstatt bisher 40.000 € möglich werden.
  • Die Reinvestitionsfristen nach § 6b EStG sollen verlängert werden. Der § 6b EStG ermöglicht die stillen Reserven von bestimmten Wirtschaftsgütern (z.B. Grundstücke) nicht steuerpflichtig aufdecken zu müssen, sondern sie statt dessen in eine steuerliche Rücklage zu packen und daraus in kurzer Frist zu reinvestieren.
  • Die im Jahre 2020 endende Frist für Investitionen bei Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags soll um ein Jahr verlängert werden. Der Investitionsabzugsbetrag ermöglicht kleine und mittlere Betriebe 40 % der Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens schon vorab als steuerfreie Rücklage zu behandeln.
  • Der Faktor, der die Einkommensteuer bei Zahlung der Gewerbesteuer ermäßigt (§ 35 EStG), soll von 3,8 auf 4 steigen.
  • Der bei der Gewerbesteuer vorhandene Freibetrag für sog. Hinzurechnungstatbestände (§ 8 Nr. 1 GewStG) soll von von 100.000 € auf 200.000 € steigen.
  • Die Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage soll auf 4 Mio. € steigen.