Wie finde ich die passende Rechtsform als Gründer?

Sie möchten ein Unternehmen gründen, sind sich aber noch unsicher, welche Rechtsform die richtige dafür ist?

Der Vergleich für Gründer:innen: GmbH, UG oder doch lieber Einzelunternehmen?

GmbH, UG oder Einzelunternehmen: Jede Variante hat ihre Vorteile, aber auch klare Nachteile. Die richtige Entscheidung zu Beginn erspart Ihnen später viel Zeit, Geld und Nerven.

In diesem Beitrag erhalten Sie einen verständlichen, ehrlichen Vergleich mit Fokus auf die Praxis.

Warum die Wahl der Rechtsform so entscheidend ist

Eine Nahaufnahme eines Richterhammers aus Holz.

Die Rechtsform beeinflusst weit mehr als nur den Namen Ihres Unternehmens. Sie entscheidet unter anderem über:

  • Ihre persönliche Haftung

  • den steuerlichen Aufwand

  • den Verwaltungsaufwand

  • Ihre Außenwirkung bei Kunden, Banken und Investoren

Viele Gründer:innen treffen diese Entscheidung zu schnell oder aus Unsicherheit. Dabei lohnt sich eine fundierte Gründungsberatung von Anfang an.

Das Einzelunternehmen – schnell gestartet, aber mit Risiko

Das Einzelunternehmen ist die häufigste Wahl beim Unternehmen gründen.

Vorteile

  • unkomplizierte Gründung

  • kein Mindestkapital

  • geringe laufende Kosten

  • einfache Buchführung möglich

Nachteile

  • unbeschränkte Haftung mit dem Privatvermögen

  • geringere Außenwirkung bei größeren Auftraggebern

  • begrenzte Möglichkeiten bei Wachstum und Investoren

Geeignet für:
Freiberufler, Solo-Selbständige und kleine Geschäftsmodelle mit überschaubarem Risiko.

Die UG (haftungsbeschränkt) – der Einstieg in die Kapitalgesellschaft

Die UG wird oft als „kleine Schwester der GmbH“ bezeichnet und ist besonders bei Gründern beliebt.

Vorteile

  • Gründung bereits ab 1 € Stammkapital

  • Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen

  • professioneller Auftritt nach außen

Nachteile

  • Pflicht zur Rücklagenbildung

  • höherer Verwaltungs- und Buchhaltungsaufwand

  • geringeres Vertrauen bei Banken als bei einer GmbH

Geeignet für:
Gründer, die haftungsbeschränkt starten wollen, aber noch kein hohes Startkapital haben.

Eine schreibende Hand mit einem Ring an Finger. Neben dem Blatt, auf dem geschrieben wird liegt Bargeld.

Die GmbH – stabil, seriös, aber anspruchsvoll

Die GmbH ist eine der etabliertesten Rechtsformen in Deutschland.

Vorteile

  • klare Haftungsbegrenzung

  • hohe Akzeptanz bei Kunden, Banken und Geschäftspartnern

  • gute Basis für Wachstum

Nachteile

  • Mindeststammkapital von 25.000 €

  • aufwendigere Gründung

  • höhere laufende Kosten und Pflichten

Geeignet für:
Unternehmer mit klarer Wachstumsstrategie, mehreren Beteiligten oder höherem Haftungsrisiko.

Steuerliche Unterschiede im Überblick

Die steuerliche Belastung unterscheidet sich je nach Rechtsform deutlich:

  • Einzelunternehmen: Einkommensteuer

  • UG & GmbH: Körperschaftsteuer + Gewerbesteuer

  • Ausschüttungen unterliegen zusätzlich der Kapitalertragsteuer

Welche Rechtsform steuerlich sinnvoll ist, hängt stark von Ihrem Gewinn, Ihrer privaten Situation und Ihren Zukunftsplänen ab. Eine individuelle Unternehmensberatung ist hier entscheidend.

Welche Rechtsform passt wirklich zu Ihrem Vorhaben?

Es gibt keine pauschal richtige Entscheidung. Die passende Rechtsform hängt ab von:

  • Ihrer Geschäftsidee

  • Ihrem Risiko

  • Ihren Umsatzerwartungen

  • Ihrer persönlichen Situation

Deshalb lohnt sich eine professionelle Gründungsberatung, bevor Fakten geschaffen werden.

Unser Fazit

Die Wahl zwischen GmbH, UG oder Einzelunternehmen ist keine Formsache – sondern eine strategische Entscheidung. Wer hier sauber plant, legt den Grundstein für ein stabiles und stressfreieres Unternehmertum.

IABS Berlin begleitet Sie von der Gründung bis zur laufenden Betreuung – transparent, strukturiert und verständlich.

 

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