Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt

Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt

Das Kurzarbeitergeld ist eine staatliche Sozialleistung für Arbeitnehmer, die bedingt durch wirtschaftlichen Rückgang nicht eingesetzt werden können. Analog zum Arbeitslosengeld I erhalten Arbeitnehmer in einem solchen Fall mindestens 60% Ihres Nettolohns (bei voller Kurzarbeit) ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt, wie gewohnt, durch den Arbeitgeber. Das Kurzarbeitergeld ist zwar einkommensteuerlich steuerfrei, jedoch unterliegt sie dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass Sie auf das Kurzarbeitergeld zwar keine Einkommensteuer zahlen müssen bzw. dies nicht durch die Lohnsteuer von Ihrem Arbeitgeber abgezogen wird. Jedoch muss das Kurzarbeitergeld in der Erklärung zur Einkommensteuer als Einkommensersatzleistung angegeben werden. Dies führt dann dazu, dass abhängig von der Höhe des Kurzarbeitergeldes Ihr persönlicher Einkommensteuersatz steigt. In der Regel wird dies in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung aufgeführt und dem Finanzamt automatisch gemeldet. Personen, die Kurzarbeit erhalten, sind verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben, auch wenn sie nur reine Arbeitnehmer sind.