Handel mit virtuellen Währungen: ertragsteuerliche Einordnung

Die wohl bekannteste virtuelle Währung ist der Bitcoin. Häufig wird die Frage gestellt, ob und wie Gewinne aus dem Handel mit virtuellen Währungen zu besteuern sind. Gewinne aus dem Handel mit virtuellen Währungen müssen der Einkommensteuer unterworfen werden. Sie sind also grundsätzlich steuerpflichtig. Etwas komplexer wird es bei der Qualifikation der diesbezüglichen Einkünfte. Vereinfacht kann gesagt werden, dass die Gewinne den Einkünfte aus Gewerbebetrieb gehören, wenn man den Handel mit virtuellen Währungen geschäftsmäßigen betreibt (z.B. professionelle Trader).
Für den “Hausgebrauch” dagegen, haben wir es häufig mit Einkünften aus privaten Veräußerungsgewinnen zu tun. In diesem Fall muss stets die Frage nach der Haltedauer geprüft werden. Sind zwischen Ankauf und Verkauf der virtuellen Währung mehr als ein Jahr (365 Tage) vergangen, sind daraus entstandene Gewinne steuerfrei. Gleiches gilt spiegelbildlich für Verluste. Die Zugangs- und Folgebewertung erfolgt nach der First-In-First-Out-Methode. Das bedeutet, dass bei häufigem Kauf und Verkauf die Währungseinheiten, die zuerst angeschafft wurden, bei einem Verkauf auch als zuerst verkauft gelten. Zuletzt gibt es noch eine Gesamtfreigrenze für private Veräußerungsgeschäfte von 600 € pro Kalenderjahr.