für Unternehmer: Corona-Hilfen – steuerliche Behandlung

Im Folgenden erläutern wir, wie die Corona-Hilfen – gleich welche – steuerlich behandelt werden. Dabei ist zwischen der ertragsteuerlichen und umsatzsteuerlichen Behandlung zu unterscheiden.
Ertragsteuerlich (also Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, etc.) gelten erhaltene Fördermittel als Erträge und fließen in den steuerlichen Gewinn mit ein. Wird festgestellt, dass Fördermittel zurückzuzahlen sind, wird spiegelbildlich verfahren. Die Rückzahlung gilt dann als Aufwand.
Viele kleine Selbständige ermitteln ihren Gewinn nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip (Einnahmen-Überschuss-Rechnung). Hier muss man sich stets nach dem Zahlungsdatum richten. Hat man beispielsweise im April 2020 Fördermittel erhalten, hat dies den Gewinn und damit die Einkommensteuerlast für 2020 erhöht. Bei einer Rückzahlung im April 2021 reduziert sich die Einkommensteuerlast für 2021 dagegen. Steuerlich neutral wäre es geblieben, wenn die Rückzahlung noch im Jahr 2020 erfolgt wäre. Ein echter ökonomischer Schaden durch die Steuerbelastung entsteht jedoch nur dann, wenn der Einkommensteuersatz im Jahr 2020 höher ausfällt als in 2021. Aufgrund der vielen Corona bedingten Geschäftseinbußen dürfte jedoch eher das umkehrte Szenario der Fall sein.
Umsatzsteuerlich sind die Corona-Hilfen kein Thema. Es handelt sich nicht um steuerbare Umsätze, da hier kein Leistungsaustausch vorliegt. Auch für umsatzsteuerliche Kleinunternehmer wirken sich erhaltene Fördermittel nicht dahingehend aus, dass sie die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer überschreiten würden.